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Livestream von den offenen Ateliers

Das Projekt “PaxAn” der Friedensschule Münster überträgt dieses Wochenende während der “Offenen Ateliers” live aus der warpzone. Gesendet werden Eindrücke aus den Ausstellungen, Interviews mit Künstlern und so einiges mehr.

Liste der aufgezeichneten Streams:

Schnelles Internet in der warpzone

Schnelles Internet! Wir haben es!

antennaWir waren schon länger mit Alice/O2 in Punkto Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit unzufrieden, woran auch die kürzlich erfolge technische Umstellung wenig änderte, als uns im gleichen Atemzug und ohne eingeräumtes Sonderkündigungsrecht Leistungen stillschweigend gestrichen wurden (langsamere Leitung, nur noch 1 Telefonat, geringere Anzahl an Telefonendgeräten, kurzfristig verlorene feste IP Adresse, etc). Wir haben daraufhin bei der Firma Globe Development GmbH, einem lokaler Rechenzentrumsbetreiber und ISP in Münster, nachgefragt, was uns die WLAN-basierten Richtfunkstrecken in den angebotenen Geschwindigkeiten kosten würden. Im Gespräch erläuterten wir die Vereinsziele, das Spektrum unserer  Arbeit, warum (schnelles) Internet essentiell für uns ist und wann die erwarteten Hauptnutzungszeiten sind.

Da der Geschäftsführer dies gleichermaßen interessant wie unterstützenswert fand und nutzungstechnische Kollisionen mit den Geschäftszeiten anderer Kunden minimal sein dürften, bot er uns die schnellste, derzeit buchbare Variante mit synchronen 34 Mbit/s kostenlos im Rahmen eines Sponsorings an, womit wir gar nicht gerechnet hatten und und uns umso mehr darüber gefreut haben – denn unsere monetären Möglichkeiten sind aufgrund der Umbauarbeiten der neuen Räumlichkeiten auf absehbare Zeit limitiert.

Gestellt wurde uns eine Ubiquity Nanobridge M5 samt Antennenschüssel, die wir in Eigenregie in einer konzertierten Aktion montiert und in Betrieb genommen haben, nachdem wir mögliche Montageorte inspiziert haben und die Genehmigung hierfür vom Hawerkamp 31 Vorstand erhalten hatten.

Zumindest bis zum finalen Umzug der warpzone in die neuen Räumlichkeiten haben wir die Antenne nahe der aktuellen Räumlichkeiten an einem Schornstein befestigt, später zieht diese um an den Kaminschacht auf Haus G über der neuen warpzone. 2 kletter-affine Mitglieder haben ihre Kletterausrüstung mitgebracht, sodass die Antenne unter Ausschluss nahezu aller Gefahren für Technik und Menschen präzise angebracht werden konnte, was uns eine hervorragende Linkqualität der Funkverbindung beschert.

Noch ist die O2 Leitung in Betrieb, und fungiert derzeit als Failover Leitung in einem Multi-WAN Setup auf unserem pfsense Router. Diesen haben wir in Punkto Hardware ebenfalls aufgerüstet, um der neuen hohen Bandbreiten auch via VPN gewappnet gegenübertreten zu können und noch jede Menge Leistungskapazitäten für zukünftige Pläne übrig zu haben. Derzeit ist das System mit einem Core2-Generation Intel Xeon ziemlich unterfordert, wodurch er im Schnitt nur mit 750MHz taktet und so auch die Belastung der Stromrechnung nicht exorbitant ansteigen sollte.

Hier noch einige Bilder von der Aktion:

Neuer mobiler Arbeitsplatz aka “Schlepptop”

Sandzwerg hatte einen defekten Dell XPS Computer mitgebracht. Ein ziemlich abgefahrenes Teil – eine Mischung aus Notebook und Desktopcomputer. Der Besitzer wollte ihn reparieren lassen, doch der Hersteller sagte, es gäbe dafür keine Ersatzteile mehr also bekam er ihn defekt geschenkt. So fand das Gerät seinen Weg in die warpzone, wo es erst einmal unter die Lupe genommen wurde.

Hardware: Core2Duo CPU, 2GB RAM, ATI/AMD X19xx Grafikkarte, 22″ Bildschirm, abnehmbare Bluetooth-Tastatur mit Touchpad und ein mechanisch interessantes, aufklappendes optische Slot-in Laufwerk.

vorläufige Diagnose: Grafikkarte defekt und keine Festplatte eingebaut.

da1l6 konnte die Grafikkarte nach der Demontage aller entfernbaren Komponenten bei sich in der Firma in einem Reflow-Ofen (quasi einem Löt-“Backofen”) neu verlöten, was tatsächlich dazu führte, dass sie wieder funktionierte.

IMG_20130306_234038Die ersten Versuche, ihn via USB-Stick und einigen Live-Distributionen aus unserem warPXE Netzwerkbootsystem machten einen vielversprechenden Eindruck, lediglich die Tastatur zeigte sich zickig und versagte öfters nach einigen Minuten ihren Dienst (das Touchpad allerdings funktionierte dann weiter). Da keine 2,5″ HDD rumlag, und solche Netzwerkkarten (gerade die älteren) nicht besonders schnell sind, wollte ich sehen, ob ihn das Gerät mithilfe von iPXE und einem iSCSI Target auf unserem WarpNAS dazu bekommen vollständig ohne installierten Massenspeicher zu starten. Ich wählte Fedora 18 als Betriebssystem aus, da diese in der Vergangenheit mit dem nativen Installer dazu zu bewegen war, auf extravaganten Datenspeichern installiert werden zu können. Dummerweise wurde bei Release 18 gerade der Installer komplett neu gemacht, was an vielen Stellen wohl ziemlich “in die Hose gegangen” zu sein schien. :-( So gibt es keine Möglichkeit mehr, ein “special storage device” hinzuzufügen wie in der Vergangenheit möglich. In der initramdisk waren aber hinweise auf iSCSI und iBFT zu finden, weshalb wir dem folgenden Trick eine Chance geben wollten. Die Bootreihenfolge so einstellen, dass er erst aus dem Netzwerk einen Boot vom iSCSI Volume versucht, und danach von CD/DVD. Das hat den Effekt, dass die Informationen zum Device in der iBFT (iSCSI Boot Firmware Table) gespeichert werden und vom Installer ausgewertet werden können.

Das hat funktioniert und wir bekamen das “FreeBSD istgt” Volume angezeigt und ich konnte die Installation durchführen. Auch das erste Starten, das einspielen der Systemupdates machte keine Probleme. Erstaunt waren wir ein wenig, wie zügig das System mit der Netzwerkfestplatte reagiert, da Netzwerklatenzen und der theoretische Maximaldurchsatz von etwa Gigabit LAN durchaus langsamer sind als halbwegs aktuelle Festplatten oder gar SSDs. Auch der RAM des FreeNAS Storages ist mit 4GB nicht gerade üppig, anscheinend aber vollkommen ausreichend ;-)

Dieser Rechner kann nun platzsparend zusammengeklappt in der Lounge stehen, und dort wo er benötigt wird aufgebaut werden. Lediglich Netzwerkkabel reinstecken und einschalten (ja er läuft auch ohne Stromkabel auf Akku).

Materialhebeaktion der ersten Baustoffe

Am Samstag, dem 19.01.2013, haben wir die am Vortag angelieferte und über Nacht gelagerte erste Charge der bestellten Baustoffe für den Ausbau des Bodens in den neuen Räumen nach oben befördert. Besonderer Dank geht an die Feuerwehr Münster, ohne deren Hilfe die ganze Aktion deutlich länger gedauert und wesentlich anstrengender gewesen wäre.

Um 10 Uhr ist die Feuerwehr mit einem 30t Autokran pünktlich angerückt, haben wir gemeinsam den Kran einsatzbereit gemacht und die knapp 5t Material in gut 2 Stunden nach oben in die 4. Etage hoch befördert.

 

Es ist noch eine Dokumentation in Form eines kurzen Videoclips in Arbeit, der wird denn dann voraussichtlich in den nächsten Tagen fertig ;-)

Storage crash

Das Regal, das bislang die Mitgliederkisten trug hat am Samstag effekt- und geräuschvoll seinen Dienst quittiert. Entsprechend groß war das Chaos. Es sind aber augenscheinlich nur minimale Schäden entstanden.

Das haben wir als Gelegenheit genutzt, etwas aufzuräumen. Alle “Warpzone” Kisten, sprich alles Offizielle steht jetzt in der Lounge im Regal. Ein Teil der Bücher ist dafür ins Sofa gewandert, natürlich die, die hoffentlich keiner vermisst. Alle Kisten mit Schubladen stehen nun an der Stelle des alten Regals. Die Ikea Kisten mit Deckel stehen in dem Regal unter dem Werkstattstrom. Neue Kisten stehen unten links, zum Preis von 4€ in die Matekasse. Alles was nicht zugeordnet werden konnte, ist in der “Dropbox” gelandet. Wenn euch was fehlt, guckt also da rein. Außerdem wurde der Stahlschrank etwas aufgeräumt. Auf der Zweiten Etage von oben ist jetzt hoffentlich alles das, was man öfter braucht, der Rest ist größtenteils unsortiert und müsste noch aufgeräumt werden. Leere Kisten & Kartons sind auf dem Regal über dem Fenster (das sollte es aushalten :-)).

Silvester unter Hackern und 3D-Drucker Reparatur

Am frühen Silvesterabend wurde der kürzlich kaputt gegangene Transportriemen des 3D-Druckers wieder repariert. Ganz wie sich die Reparatur eines gerissenen Keilriemens mit einer Damenstrumpfhose anbietet, wurde das Gerät hackertypisch schnell wieder flott gemacht, bis Ersatzteile eintreffen.

Danach wurde zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen. Ohne Alkohol, dafür aber mit umso mehr matehaltigen Getränken wurde Blei und Lötzinn gegossen – auch wenn bei letzterem das Flußmittel recht streng riecht und nur uninteressante Zinntropfen entstehen. Das obligatorische Feuerwerk war dann schon wieder etwas mehr Mainstream ;-)