Archive for the ‘Hardware’ Category

Warpzone und Freifunk starten LoRaWAN in Münster

Gestern abend haben wir auf der Dach der Warpzone zusammen mit Freifunk Münster das erste LoRaWAN Gateway in Münster installiert. \o/

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Magic Box

LoRaWAN ist ein LPWAN, d.h. eine digitale Funktechnik (in Europa auf 868Mhz) die speziell für batteriebetriebene Geräte gedacht ist. Die passenden Schlagwörter sind wohl Internet Of Things, d.h. kleine batteriebetrieben Sensoren oder Aktoren. Die Bandbreite ist lächerlich gering, so 400 Byte/Stunde, was aber für viele Anwendungen völlig ausreichend ist.  Auf der Habenseite ist der Strombedarf minimal so das autonome batterie- oder solarbetriebene Lösungen möglich werden. :-)

Wir wollen natürlich das diese Infrastruktur von allen genutzt werden kann und das sich durch weitere Gateways in Münster ein komplette Abdeckung ergibt.

Das Gateway ist an “The Things Network” angeschlossen, einen in den Niederlanden entstandenen Community Netzwerk, welches durchaus lobenswerte und dem Freifunk nicht unähnliche Ziele verfolgt.

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Das Gateway, total sicher! – Man beachte die 64 LEDs – schliesslich ist das hier ein Hackerspace – blinken ist Ehrensache :-)

 

 

Bei ersten Tests erreichen wir bis zu 2,5km Reichweite.

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Für kommenden Monat wird es dazu einen Vortrag/Workshop (Hack’n Breakfast genannt) geben.

Die Dokumentation zum Warpzone Gateway (die auch weitere Informationen zu LoRaWAN, Freifunk-LoRa und The Things Network enthält) findet sich im Warpzone Wiki.

Bilder: @MacGoever, @kgbvax, OpenStreetmap & Contributors // CC BY-SA-NC

Tiefziehen 2

Nach unseren eher mäßigen Tiefziehergebnissen vor 2 Wochen haben wir andere Materialien getestet.

Im Baumarkt als “PET-Verglasungsfolie” verkaufter Kuststoff besteht definitiv nicht aus PET. Die 1mm dicke Folie färbt sich bei ca. 200°C weiß und wird hart und spröde. PET Flaschen werden auch bei 350°C nicht weiß. In den technischen Daten dieser Folie in einem anderen Baumarkt wird Polyethylen als Material angegeben. PE fühlt sich nach unserer Erfahrung allerdings anders an. Fazit: Materialdicke und -festigkeit gut aber schlecht tief zu ziehen.

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Im Baumarkt wird 2mm Polysterol als Bastelglas verkauft. Es wird sehr weich und lässt sich hervorragend tiefziehen. Es hat einen weiten Temperaturbereich (ca. 200-300°C) und umschließt die Objekte sehr gut. Leider ist es extrem spröde und zerbricht meist schon beim herauslösen der Objekte.

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Über Vorschläge für weitere Materialien würden wir und freuen.

Tiefziehen

Heute haben wir eine Tiefziehmaschine gebaut. Der Kasten ist innen hohl und hat etwa 1337 Löcher mit 3mm Durchmesser. Ein Stück Thermoplast wird an einen Rahmen genagelt und im Backofen auf ca. 150°C erhitzt. Eine Objekt wird auf den Lochtisch gelegt und der nicht genutzte Bereich mit Folie abgedeckt. Wenn das Thermoplast weich ist, wird es schnell über die Form gestülpt, so dass der Rahmen auf dem Lochtisch aufliegt. Ein Staubsauger vakuumisiert den Tisch und saugt das Thermoplast an die Form.

Das Material (unbekannter Herkunft) das wir benutzt haben ist nicht so gut geeignet. Bei 150°C wird es noch nicht sonderlich weich. Bei etwas höherer Temperatur entstehen Blasen.

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Seidenstraßenloop

Da wir bereits im letzten Jahr zum Dockland Festival eine Lichtkunstaktion nachgebaut haben, wurde dieses Jahr eine endlose Seidenstraße gebaut. Dazu wurde die Seidenstraßendiode(TM) entwickelt, die einen Luftkurzschluss verhindert, aber die Kapsel durchlässt. Nach unserem Zähler hat unsere Kapsel die 100m Strecke 320mal durchlaufen und damit 32km am Stück zurückgelegt. Wir behaupten damit den aktuellen Weltrekord mit dem längsten durchgängigen Seidenstraßendurchlauf inne zu haben.

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Funkbrücke zu Haus G

Zwischen Haus A und Haus G am Haverkamp gibt es jetzt eine Funkbrücke, die unsere Baustelle mit Internet versorgt.

Bei dieser Gelegenheit wurde dort auch direkt ein Freifunk-Router platziert.

 

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3D-Drucker auf einzelnes Netzteil umgerüstet

Unser 3D-Drucker hatte von Anfang an 2 Netzteile. Zuerst, damit man die Heizbetttemperatur über die Netzteilspannung regulieren konnte. Das wurde bereits vor ein paar Monaten überflüssig, als wir eine Heizbettsteuerung eingebauten. Seitdem lief der Drucker mit 2 12V Netzteilen von denen eines ein PC-Netzteil war.

Was lag also näher, als diese beiden Netzteile zusammen zu fassen. Daher haben wir heute beide 12V Kreise verbunden und den Drucker mit einem XT60 (Modellbaustecker) ausgestattet und an ein, dafür bereits vor längerer Zeit zurückgelegtes, PC-Netzteil angeschlossen.

Der 3D-Drucker nach der Umrüstung auf ein einzelnes Netzteil

Der 3D-Drucker nach der Umrüstung auf ein einzelnes Netzteil

Eis auf der OHM2013

Aufgrund der zeitweise sehr sommerlichen Temperaturen auf dem Camp und der Entdeckung eines ungenutzten Gefrierschranks kam Lars auf die Idee, mithilfe unseres 3D-Druckers und einem Schrittmotor eine kleine Eismaschine zu bauen. Die Eismaschine rührt die Flüssigkeit, die zu Eis werden soll, während sie in dem Gefrierschrank langsam eingefroren wird. Der Schrittmotor ist mit einem Arduino und einem Pololu Motortreiber angesteuert, die Geschwindigkeit und die Richtung lassen sich mithilfe von Tastern anpassen und werden auf dem oberen der beiden Displays angezeigt. Außerdem verfügt die Steuerung über eine Anzeige der Zeitdauer seit dem Anschalten und der Rührvorgang lässt sich per Knopfdruck pausieren. Mittlerweile haben wir schon mehrere Portionen Eis verspeist und weitere Optimierungsvorschläge/-pläne nehmen erste Formen an.

Schnelles Internet in der warpzone

Schnelles Internet! Wir haben es!

antennaWir waren schon länger mit Alice/O2 in Punkto Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit unzufrieden, woran auch die kürzlich erfolge technische Umstellung wenig änderte, als uns im gleichen Atemzug und ohne eingeräumtes Sonderkündigungsrecht Leistungen stillschweigend gestrichen wurden (langsamere Leitung, nur noch 1 Telefonat, geringere Anzahl an Telefonendgeräten, kurzfristig verlorene feste IP Adresse, etc). Wir haben daraufhin bei der Firma Globe Development GmbH, einem lokaler Rechenzentrumsbetreiber und ISP in Münster, nachgefragt, was uns die WLAN-basierten Richtfunkstrecken in den angebotenen Geschwindigkeiten kosten würden. Im Gespräch erläuterten wir die Vereinsziele, das Spektrum unserer  Arbeit, warum (schnelles) Internet essentiell für uns ist und wann die erwarteten Hauptnutzungszeiten sind.

Da der Geschäftsführer dies gleichermaßen interessant wie unterstützenswert fand und nutzungstechnische Kollisionen mit den Geschäftszeiten anderer Kunden minimal sein dürften, bot er uns die schnellste, derzeit buchbare Variante mit synchronen 34 Mbit/s kostenlos im Rahmen eines Sponsorings an, womit wir gar nicht gerechnet hatten und und uns umso mehr darüber gefreut haben – denn unsere monetären Möglichkeiten sind aufgrund der Umbauarbeiten der neuen Räumlichkeiten auf absehbare Zeit limitiert.

Gestellt wurde uns eine Ubiquity Nanobridge M5 samt Antennenschüssel, die wir in Eigenregie in einer konzertierten Aktion montiert und in Betrieb genommen haben, nachdem wir mögliche Montageorte inspiziert haben und die Genehmigung hierfür vom Hawerkamp 31 Vorstand erhalten hatten.

Zumindest bis zum finalen Umzug der warpzone in die neuen Räumlichkeiten haben wir die Antenne nahe der aktuellen Räumlichkeiten an einem Schornstein befestigt, später zieht diese um an den Kaminschacht auf Haus G über der neuen warpzone. 2 kletter-affine Mitglieder haben ihre Kletterausrüstung mitgebracht, sodass die Antenne unter Ausschluss nahezu aller Gefahren für Technik und Menschen präzise angebracht werden konnte, was uns eine hervorragende Linkqualität der Funkverbindung beschert.

Noch ist die O2 Leitung in Betrieb, und fungiert derzeit als Failover Leitung in einem Multi-WAN Setup auf unserem pfsense Router. Diesen haben wir in Punkto Hardware ebenfalls aufgerüstet, um der neuen hohen Bandbreiten auch via VPN gewappnet gegenübertreten zu können und noch jede Menge Leistungskapazitäten für zukünftige Pläne übrig zu haben. Derzeit ist das System mit einem Core2-Generation Intel Xeon ziemlich unterfordert, wodurch er im Schnitt nur mit 750MHz taktet und so auch die Belastung der Stromrechnung nicht exorbitant ansteigen sollte.

Hier noch einige Bilder von der Aktion:

Neuer mobiler Arbeitsplatz aka “Schlepptop”

Sandzwerg hatte einen defekten Dell XPS Computer mitgebracht. Ein ziemlich abgefahrenes Teil – eine Mischung aus Notebook und Desktopcomputer. Der Besitzer wollte ihn reparieren lassen, doch der Hersteller sagte, es gäbe dafür keine Ersatzteile mehr also bekam er ihn defekt geschenkt. So fand das Gerät seinen Weg in die warpzone, wo es erst einmal unter die Lupe genommen wurde.

Hardware: Core2Duo CPU, 2GB RAM, ATI/AMD X19xx Grafikkarte, 22″ Bildschirm, abnehmbare Bluetooth-Tastatur mit Touchpad und ein mechanisch interessantes, aufklappendes optische Slot-in Laufwerk.

vorläufige Diagnose: Grafikkarte defekt und keine Festplatte eingebaut.

da1l6 konnte die Grafikkarte nach der Demontage aller entfernbaren Komponenten bei sich in der Firma in einem Reflow-Ofen (quasi einem Löt-“Backofen”) neu verlöten, was tatsächlich dazu führte, dass sie wieder funktionierte.

IMG_20130306_234038Die ersten Versuche, ihn via USB-Stick und einigen Live-Distributionen aus unserem warPXE Netzwerkbootsystem machten einen vielversprechenden Eindruck, lediglich die Tastatur zeigte sich zickig und versagte öfters nach einigen Minuten ihren Dienst (das Touchpad allerdings funktionierte dann weiter). Da keine 2,5″ HDD rumlag, und solche Netzwerkkarten (gerade die älteren) nicht besonders schnell sind, wollte ich sehen, ob ihn das Gerät mithilfe von iPXE und einem iSCSI Target auf unserem WarpNAS dazu bekommen vollständig ohne installierten Massenspeicher zu starten. Ich wählte Fedora 18 als Betriebssystem aus, da diese in der Vergangenheit mit dem nativen Installer dazu zu bewegen war, auf extravaganten Datenspeichern installiert werden zu können. Dummerweise wurde bei Release 18 gerade der Installer komplett neu gemacht, was an vielen Stellen wohl ziemlich “in die Hose gegangen” zu sein schien. :-( So gibt es keine Möglichkeit mehr, ein “special storage device” hinzuzufügen wie in der Vergangenheit möglich. In der initramdisk waren aber hinweise auf iSCSI und iBFT zu finden, weshalb wir dem folgenden Trick eine Chance geben wollten. Die Bootreihenfolge so einstellen, dass er erst aus dem Netzwerk einen Boot vom iSCSI Volume versucht, und danach von CD/DVD. Das hat den Effekt, dass die Informationen zum Device in der iBFT (iSCSI Boot Firmware Table) gespeichert werden und vom Installer ausgewertet werden können.

Das hat funktioniert und wir bekamen das “FreeBSD istgt” Volume angezeigt und ich konnte die Installation durchführen. Auch das erste Starten, das einspielen der Systemupdates machte keine Probleme. Erstaunt waren wir ein wenig, wie zügig das System mit der Netzwerkfestplatte reagiert, da Netzwerklatenzen und der theoretische Maximaldurchsatz von etwa Gigabit LAN durchaus langsamer sind als halbwegs aktuelle Festplatten oder gar SSDs. Auch der RAM des FreeNAS Storages ist mit 4GB nicht gerade üppig, anscheinend aber vollkommen ausreichend ;-)

Dieser Rechner kann nun platzsparend zusammengeklappt in der Lounge stehen, und dort wo er benötigt wird aufgebaut werden. Lediglich Netzwerkkabel reinstecken und einschalten (ja er läuft auch ohne Stromkabel auf Akku).

Neue Riemen!

Endlich haben wir die neuen Riemen montiert. Gleichzeitig wurde die CNC Firmware Marlin aktualisiert, die X-, Y-, und Z-Achse neu kalibriert und den Druckkopf spielfrei zusammengebaut. Die Druckqualität ist jetzt sehr gut, es kann auch bei deutlich größerer Geschwindigkeit gedruckt werden. Weiß vorher, Rot nachher:

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